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Artikel der Kategorie ‘Leben’

Einfach loslassen…

August 05, 2012 Von: Lumos Kategorie: Leben 3 Kommentare →

Die Legende vom Erlöser von Richard Bach

Es gab einmal eine Ansiedlung von Geschöpfen am Grunde eines großen kristallklaren Flusses.

Die Strömung des Flusses ging ruhig über alle hinweg, einerlei, ob jung oder alt, reich oder arm, gut oder böse: Die Strömung ging ihren eigenen Weg, denn sie kannte nur ihr eigenes kristallklares Selbst.

Jedes Geschöpf klammerte sich in der ihm eigenen Weise fest an die Zweige und Steine im Flussbett, denn ihre Art zu leben bedeutete Sichfesthalten; von Geburt an hatte man ihnen beigebracht, der Strömung zu widerstehen.

Aber unter ihnen gab es ein Geschöpf, das eines Tages sagte: “Ich habe es satt, mich immer festzuhalten! Ich kann es zwar nicht mit meinen Augen sehen, aber ich vertraue trotzdem darauf, dass die Strömung weiß, wohin es geht. Ich werde loslassen, damit mich das Wasser forttragen kann, wohin es will; denn wenn ich mich weiter festhalte, werde ich vor Langeweile sterben.”

Die anderen Geschöpfe lachten und sagten: “Du Narr! Lass nur los, und du wirst sehen, wie die Strömung, die du so sehr verehrst, dich packen und auf die Felsen schmettern wird, und du wirst schneller daran sterben als vor Langeweile!”

Aber dieses eine Geschöpf hörte nicht auf sie: Es holte einmal tief Luft und ließ los und wurde sofort herumgewirbelt und von der Strömung gegen die Felsen geschmettert.

Aber noch rechtzeitig trug die Strömung das Geschöpf, das sich nicht mehr festhalten wollte, vom Grunde des Flusses frei, und es wurde nicht länger zerschunden oder verletzt.

Und all die Geschöpfe, die sich stromabwärts angesiedelt hatten und die es nicht kannten, riefen: “Sehet, ein Wunder! Ein Geschöpf wie wir, und doch fliegt es! Seht, der Messias ist gekommen, uns alle zu erlösen!”

Und der, den die Strömung getragen hatte, sagte: “Ich bin nicht mehr Messias als ihr auch. Der Fluss tut nichts lieber, als uns zu befreien, wenn wir nur den Mut aufbringen loszulassen. Unsere wahre Aufgabe ist diese Reise, ist dieses Abenteuer.”

Aber sie riefen nur um so lauter: “Erlöser!” und klammerten sich dabei an die Felsen, und ehe sie sich’s versahen, war er gegangen, und sie blieben allein zurück und spannen ihre Legenden von einem Erlöser.

Quelle: Hubert Hirsch – Poetische Tagträume

Die wundersame Kraft des Lachens

Juni 22, 2012 Von: Lumos Kategorie: Leben 16 Kommentare →

Habt Ihr heute schon alle gelacht? Herzlich und aus dem Bauch heraus?
Viele Menschen haben es verlernt, das Leben erscheint ihnen düster, problembelastet und ernst. Ein Mensch, der allzu beladen ist mit Theorien wird ernsthaft, er verspannt sich und geht in Abwehrstellung. Und doch kann man auch über die heutige Weltlage lachen:

Die Leute sagen immer
die Zeiten werden schlimmer,
die Zeiten bleiben immer,
die Leute werden schlimmer

Lachen ist ein wesentlicher Teil des Lebens und der Liebe.
“Lachen ist der Anfang der Befreiung. wir müssen lernen, weniger verbissen und ernst zu sein und uns innerlich lösen. So gesehen ist Lachen ein wesentlicher Bestandteil des Erwachens” ( Kenneth S. Leong, Jesus, der Zen-Lehrer)
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Authentisch sein

Mai 19, 2012 Von: Lumos Kategorie: Leben 11 Kommentare →

Woran erkennt man einen Menschen, der Integrität ausstrahlt? An der Tatsache, dass der Betreffende seine innere Realität ehrlich zum Ausdruck bringt. Es erfordert viel Mut und Offenheit, der Welt zu zeigen: So bin ich, ob es euch nun gefällt oder nicht,- und diese Wahrheit dann zu leben. “Authentisch sein” bedeutet, seinem eigenen Wesen treu zu bleiben, sich nicht von anderen manipulieren und kontrollieren zu lassen und auf seine eigene innere Stimme zu hören.
Kennt Ihr Menschen, die in vollendeter Weise so leben? Sie sind höchst selten.

Ich habe das Glück, einen solchen (Indigo) Sohn, der inzwischen längst erwachsen ist, zu haben und von ihm lernen zu können. Von frühester Jugend an ist er immer nur seinen eigenen Weg gegangen, hat nur das gesagt, was er sagen wollte und sich niemals verbogen.
Das war für uns Eltern oft nicht einfach, für alle Beteiligten bedeutete es einen Entwicklungsprozess. Auch unser Sohn musste erst lernen, dass noch nicht alle Menschen reif sind, immer sofort mit der Wahrheit konfrontiert zu werden. In solchen Fällen schweigt er heute- würde aber nie etwas , was er nicht voll und ganz vertreten kann, zum Trost oder ähnlichem sagen. Das würde dem Betreffenden ja keine Entwicklung ermöglichen.
Sein Leben ist insgesamt sehr erfolgreich und für mich ist es immer wieder erfrischend, mich mit seinen unkonventionellen und tief durchdachten Ansichten auseinanderzusetzen. (weiterlesen …)

Mangel und Fülle in unserem Leben

April 24, 2012 Von: Lumos Kategorie: Leben 31 Kommentare →

In der heutigen Zeit gibt es ein Bewusstsein des Mangels, welches sich breitgemacht hat und das Erleben der Fülle und des Wohlstands erschwert. Das war in alten Zeiten ganz anders. Falls es in einer Gegend nicht mehr genügend Nahrung für die Menschen dort gab, zogen sie einfach um und erschufen sich eine neue Fülle, denn die Erde spendete reichlich ihre Gaben und es trat kein Mangelbewusstsein auf.

Als die Menschheit zahlenmäßig wuchs, begannen die Sorgen um Lebensraum , Ernährung und Versorgung. Gier und Angst traten auf, jeder wollte mehr haben als der andere. Geld allein ist an sich nichts Verdammenswertes. Es ist einfach eine Art der Kommunikation, wie es z.B. auch die Sprache ist. Nur klammern sich geldgierige Menschen an ihr Geld und zerstören damit seinen ganzen Zweck. Sie häufen an, horten es und benennen die Ausbeutung des Mitmenschen als “Kampf ums Überleben”. Das hat die Ausmaße angenommen, die wir jetzt beobachten können. Zins und Zinseszins lassen keinen natürlichen Austausch mehr zu, die Gier regiert.
Ebenso wie man es im Großen, z.B. an der Währung eines Landes feststellen kann, ist Geld die materielle Widerspiegelung des eigenen Bewusstseins. (weiterlesen …)

Menschsein!

Mai 01, 2011 Von: Alex Kategorie: Leben 21 Kommentare →

Liebe Freunde des Lichts,
Menschsein! Was bedeutet das eigentlich? Das ganze Leben auf einem Berg zu meditieren, mit kärglich Wasser und Brot? Das kann es nicht sein. Streben nach der eigenen Spiritualität muss nicht unbedingt heißen, dass man selbst ein Leben in Askese leben muss. Sogar Buddha gelangte zu dieser Erkenntnis. Für mich bedeutet es, auch mal über die sogenannte Strenge schlagen zu dürfen, ohne dabei gleich ein schlechtes Gewissen zu haben. Jeder bestimmt selbst, wo die Grenze dessen ist. Mit netten Freunden zusammensein und feiern, ein Lagerfeuer, Grillen, Bier- und Weinkonsum. In dem Moment, wo wir Alkohol oder größere Mengen Grillfleisch zu uns nehmen, sind wir natürlich nicht gerade superspirituell und werden in dem Zustand vermutlich auch keine Eingebungen „von Oben“ oder bewusstseinsfördernde Erkenntnisse bekommen. Dafür sind wir einfach DA und präsent, mit all unseren Stärken und Schwächen genießen wir den Augenblick.
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Biospritwahnsinn und seine tödlichen Folgen

April 12, 2011 Von: Alex Kategorie: Leben 30 Kommentare →

Liebe Freunde des Lichts,
Gegensätze könnten kaum extremer sein. Die materielle Sorge des wohl genährten Mitteleuropäers um sein Auto trifft auf das körperliche und seelische Leid ausgebeuteter Arbeiter in Mittelamerika.

Hierzulande sorgt man sich beim Tanken von E10 um die Sicherheit des Ottomotors des eigenen Fahrzeugs, werden doch bei der Herstellung bekannterweise Biokraftstoffe beigemischt, die nicht unumstritten sind – technisch wie ökologisch. Anderswo, wie aktuell das Beispiel Nicaragua zeigt, erkranken die Menschen durch industriellen anti-natürlichen Anbau von Zuckerrohr für Biokraftstoff (Pestizide sind alles andere als Bio!) und sterben gar an den Folgen.
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Krieg für Menschenrechte: Was sagt die eigene Spiritualität dazu?

März 07, 2011 Von: Alex Kategorie: Leben 15 Kommentare →

Liebe Freundes Lichts,
für einen spirituellen und erwachenden Mensch ist Nächstenliebe selbstverständlich. Auch wenn es noch nicht immer so richtig funktionieren will, da wir uns noch zu oft in Dramen – die jedoch immer weniger werden – verstricken, sind wir prinzipiell dazu bereit nach dem wunderschönen Motto „in lak´ech, a lak´en“ zu leben. Es ist der Gruß der Maya und heißt soviel wie „Ich bin Du und Du bist Ich“. Auch der hinduistische Gruß Namaste heißt „ Du und ich, wir sind eins. Ich grüße, ehre und verehre den Gott in dir“.

Nun werden wir mit einem Thema konfrontiert, dass zur alten Energie auf der Erde gehört. Diese alte Energie nimmt in Zeiten des Wandels zwar zunehmend ab, da die Energien sich verlichten, sind aber gerade derart präsent, dass man sich um Jahrzehnte zurück katapultiert wähnt. Es sind aktuell die Revolutionen in Nordafrika (auch in Indien und China gibt es bereits Fünkchen davon, sogar in Wisconsin/USA gab es bereits Aufstände), und dennoch geht es um Millionen von Menschen, die ein leidvolles Dasein fristen, hungern und nun auch noch, wie in Libyen, vom eigenen Staat verfolgt und brutalst getötet werden.
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Kriegsverbrechen in Libyen: Wo bleibt die Welt

Februar 26, 2011 Von: Alex Kategorie: Leben 5 Kommentare →

Liebe Freunde des Lichts,
heute erreichte mich eine E-Mail vom “Zentrum für Politische Schönheit”, in der auf die katastrophale Situation in Libyen hingewiesen wird. Es wird wieder einmal deutlich, dass die deutsche Politik ihre Energie lieber für den Erhalt bzw. Erlangung ihrer Macht aufbringt, anstatt für Menschenrechte eintritt. Ich finde es sehr wichtig, dass man um die derzeitige schlimme Lage in Libyen weiß und wir den Menschen, die für Frieden und Gerechtigkeit dort ihr Leben riskieren unsere Energie und Aufmerksamkeit zukommen lassen.
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Krisenvorsorge aus einem anderen Blickwinkel

Februar 24, 2011 Von: Alex Kategorie: Leben 31 Kommentare →

Der Legende nach erhielt Noah eine Durchsage von Gott, um die Arche zu bauen und Tiere, Samen und sich selbst vor der Sintflut zu retten. Noah bereitete sich auf die Katastrophe vor, indem er die Arche Noah baute und überlebte.

Liebe Freunde des Lichts,
offen gesagt hab ich hin und her überlegt, ob ich Euch meine Sichtweise zu einer möglichen Krisenvorsorge des Einzelnen mitteilen soll oder nicht. Ich möchte keine Panik verbreiten, finde aber, dass ein paar Gedanken dazu, auch in einem Blog, der Licht verbreiten möchte, nicht abwegig sind und sicherlich bei dem einen oder anderen wichtige Impulse auslösen könnten – so oder so. An alle Kritiker: Seht es mal so, Krisenvorsorge muss nicht unbedingt heissen, dass man seinen Keller mit Lebensmittel-Notvorräten vollstopfen muss.
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Günter Ludolf verstorben (Die Ludolfs): Ein etwas anderer Nachruf

Februar 01, 2011 Von: Alex Kategorie: Leben 3 Kommentare →

Liebe Freunde des Lichts,
gestern verstarb Günter Ludolf im Alter von nur 56 Jahren. Er führte zusammen mit seinen drei Brüdern einen Autoverwertungsbetrieb im Westerwald. Bekannt wurde der Ludolf-Clan durch die Doku-Serie „Vier Brüder auf´m Schrottplatz“ des TV-Senders DMAX, in der das Leben der vier skurrilen Brüder regelmäßig zu sehen ist. Westerwald, TV-Serie, Schrottplatz? Warum mir am Herzen liegt in einem spirituellen Blog (?!) darüber zu schreiben…

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Was kann man bei Geldproblemen tun?

Oktober 28, 2010 Von: Alex Kategorie: Leben 19 Kommentare →

Liebe Freunde des Lichts,
seit längerer Zeit frage ich mich, warum vor allem spirituell interessierte Menschen oftmals wenig Geld haben und sich ständig sorgen müssen. Ich glaube nicht, dass diese Menschen weniger arbeiten, als andere, oder einfach glückloser sind. Als ich heute einen Leserkommentar bei beyondmainstream las, musste ich mich an die Tasten setzen und ein paar Zeilen dazu schreiben. Ich habe mir oft die Frage gestellt, warum die meisten spirituellen Menschen, die ich kenne, oder sagen wir sog. Lichtarbeiter, also Menschen, die andere Menschen auf ihrem spirituellen Weg begleiten, meistens mit Geldproblemen zu kämpfen haben.

Eiche
Die Eiche steht für Reichtum und Fülle

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„Manche Menschen können nicht mal für 10 Minuten ihren Mund halten“

Oktober 27, 2010 Von: Alex Kategorie: Leben 16 Kommentare →

Liebe Freunde des Lichts,
gestern gönnte ich mir seit langer Zeit mal wieder einen Nachmittag in der Sauna. Die finnische Sauna steht für Gesundheit, Entspannung und Wohlbefinden für Körper, Geist und Seele. Die traditionellen Schwitzhütten der Indianer und Schamanen dienen gar der zeremoniellen Reinigung des Geistes. Im Großen und Ganzen war es auch die von mir so ersehnte Entspannung, allerdings musste ich mich doch sehr wundern, wie sich manche Menschen dort verhalten, zumal Saunieren kein billiges Vergnügen ist und in meinen Augen einen Hauch von Luxus darstellt.
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Authentizität, Angst, Mut und Verzweiflung

August 06, 2010 Von: Alex Kategorie: Leben 14 Kommentare →

Liebe Freunde des Lichts,
in meinem Urlaub auf dem Bauernhof habe ich mit vielem gerechnet. Mit drei Kindern unterwegs gibt es immer irgendwelche unvorhersehbaren und unkalkulierbaren Geschehnisse. Dass ich mich aber mit meinem Ferienwohnungsvermieter, einem bodenständigen, pflichtbewussten, fleissigen und bescheidenen Menschen, Ende 40, glücklich verheiratet, zwei erwachsene Kinder, anfreunden werde und wir uns über Themen wie Finanzcrash, Rothschild, Gold, 2012 und sogar den Maya-Kalender unterhalten, hätte ich nie und nimmer für möglich gehalten. In „seiner“ Geschichte geht es um nichts geringeres als um Authentizität, Angst, Mut und Verzweiflung.
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Unnatürliche Welt

Mai 23, 2010 Von: Alex Kategorie: Leben 2 Kommentare →

Unsere westliche zivilisierte Welt ist im wahrsten Sinne des Wortes Gift für die Menschen, die darin leben müssen. Unnatürliche Umstände diktieren unser ganzes Leben und drängen uns von Tag zu Tag zu persönlichen Höchstleistungen, wodurch Hektik, Stress und Probleme unser tägliches Leben bestimmen. Morgens um 6.30h schellt der Wecker, um 7.30h muss man aus dem Haus, um pünktlich um 8.00h in der Arbeit zu sein. Dazwischen Versorgung der Kinder und einen Happen essen oder auch nicht. In der Arbeit, durch das morgendlich erhöhte Verkehrsaufkommen schon gestresst, kaum angekommen, prasseln Telefonanrufe, E-Mails und Kollegen auf einen herein und wollen beantwortet und abgearbeitet werden.
Manager

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Gedanken zu “Suizid”

April 30, 2010 Von: Alex Kategorie: Leben 6 Kommentare →

Liebe Freunde des Lichts,
heute ist der Tag, an dem ein guter Freund von mir, der durch tragischen Suizid von dieser Welt gegangen ist, beigesetzt wird. Daher möchte ich Euch an meinen Gedanken und Fragen zum Thema Suizid teilhaben lassen. Auf die Frage, “hätte man dies verhindern können?” möchte ich nicht eingehen, denn das kann niemals beantwortet werden und erzeugt zudem nur Schuldgefühle bei Familie und Freunden.

Aufstieg

Der Tod gehört zum Leben wie das Dunkel zum Licht. Ohne Dunkel gibt es kein Licht. Ohne Tod gibt es kein (menschliches) Leben? Der Gegensatz von Tod und Leben ist wohl der Inbegriff der Dualität, es gibt keine „Steigerung“.
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Ein Leben ohne Geld – die wahre Geschichte einer ehemaligen Lehrerin

März 05, 2010 Von: Alex Kategorie: Leben Noch keine Kommentare →

Sie provoziert, sie gibt Denkanstöße, sie macht Mut, sie schreibt, sie lebt. Das alles ohne Geld. Seit 13 Jahren! Heidemarie Schwermer ist eine schillernde Persönlichkeit, die in Deutschland durch einem auf reiner Tauschbasis geführten Lebensstils bekannt wurde und die durch ihr eigenwilliges Leben einen gewissen Kultstatus errungen hat.
Aus einem Experiment wurde Berufung. Durch ihre Lebensweise, keinen einzigen Euro-Cent zu besitzen macht die 67-Jährige Mut. Mut, die nicht nur Menschen, die am Existenzminimum leben, gut gebrauchen können.

Angefangen hat ihre ungewöhnliche Karriere mit der Gründung des Tauschrings “Gib-und-Nimm” 1994 in Dortmund. Die ehemalige Lehrerin, Motopädin und Psychotherapeutin wollte ohne den Umweg “Geld” für ein Gleichgewicht zwischen Geben und Nehmen herstellen und die Diskrepanz zwischen Arm und Reich schmälern.

Bei einem Tauschring geht es nicht nur um Wertschätzung und Anerkennung. Jeder kann sich durch seine Fähigkeiten und Interessen selbst einbringen und wird wichtig für die Gesellschaft und die Gemeinschaft. Rasenmähen gegen Babysitten. Wände streichen gegen Obst ernten.

Heidemarie Schwermer

Zwei Jahre später machte sie ihre Ideale vom miteinander Leben ohne Geld zur personifizierten Realität. So verschenkte sie fast ihr gesamtes Hab und Gut und beschloß für 12 Monate vollkommen auf Geld zu verzichten. Sie packte ihren Koffer und kam bei verschiedenen Freunden und Bekannten in ganz Deutschland unter, erledigte für sie den Haushalt, kaufte ein, half im Garten und bekam dafür kostenfrei Schlafmöglichkeiten und Nahrung. Aus den 12 Monaten wurden inzwischen 13 Jahre, denn immer mehr spürte und genoss sie das unbeschwerte Leben durch abnehmende Ängste und weniger Abhängigkeiten durch den Verzicht auf Geld.

“Täglich verhungern 100 000 Menschen, und auf der anderen Seite gibt es eine riesige Verschwendung. Lebensmittel werden ins Meer gekippt, um Preise stabil zu halten,
Milliardäre bauen sich Swimmingpools in ihr Privatflugzeug, weil sie gar nicht mehr wissen, wohin mit dem ganzen Geld. Für mich ist diese Situation derart absurd, dass ich bei diesem Prozess nicht mehr mitwirken möchte und darum nach neuen Strukturen suche.” – Heidemarie Schwermer

In einer Zeit totaler finanzieller Hörigkeit vor Banken und der Finanzindustrie könnte dies eine neue visionäre Lebensform darstellen, die sich jetzt schon immer größerer Beliebtheit erfreut. Zwar nicht durch die in gewisser Hinsicht extreme Lebensweise, wie sie Heidemarie Schwermer lebt, dafür aber zu beobachten durch die zunehmende Bereitschaft der Menschen zur Mitgliedschaft in Tauschringen und an aktiver Nachbarschaftshilfe in den jetzigen unsicheren Zeiten.

Ihre kleine Rente und Gagen aus Fernsehauftritten verschenkt Heidemarie Schwermer übrigens an bedürftige Menschen. Sie ist ein Pionier, ein Vorbild, ein Engel?

Freeconomy – Die geldlose Gesellschaft

März 05, 2010 Von: Alex Kategorie: Leben 3 Kommentare →

Eine Gesellschaft ohne Geld – das ist das Ziel des Wirtschaftswissenschaftlers und Gründers von Freeconomy, Marc Boyle aus Südwestengland.

Werkzeuge und Geräte kostenlos ausleihen statt kaufen, Dienstleistungen in Anspruch nehmen ohne direkte Gegenleistung oder leerstehende Räume und Grundstücke nutzen ohne Miete zu bezahlen.

Was sich liest wie ein Leben im Paradies ist bereits Wirklichkeit und kann von jedem sozial eingestellten Menschen gelebt werden. Während die meisten alternativen Wirtschaftsformen auf Tausch basieren, lebt Freeconomy ausschließlich vom „pay it forward-Prinzip“. Dem Vertrauen, dass derjenige, der „nimmt“, auch selbst irgendwann „gibt“. Wann, wie und wo ist jedem selbst überlassen. Darum gibt es auch keine Tauschgegenstände wie beispielsweise Geld, Zeitgutscheine, Quittungen oder ähnlichem.

„Heute stellt dir jemand seine Werkstatt zur Verfügung damit du deine Autoreifen wechseln kannst. Eine Woche später bittet dich ein anderer, ihm seinen kaputten Fahrradschlauch zu flicken. Jeder, der die Hilfe eines anderen in Anspruch nimmt, verspricht gleichzeitig, selbst seine eigenen Fähigkeiten in die Gemeinschaft mit einzubringen und einem anderen zu helfen.“

Durch ein Engagement bei der Freeconomy wird nicht nur der eigene Geldbeutel entlastet, sondern auch Umwelt und Ressourcen werden geschont und das soziale Miteinander und Gemeinschaftsdenken gefördert. Ein soziales Netzwerk soll entstehen und der Natur soll mit Achtung und Respekt begegnet werden.

Laut der Webseite von Freeconomy läßt sich als eine der Ursachen für die vielen Probleme wie z.B. Ausbeutung, Massentierproduktion, Kriege, Klimawandel oder verschmutzte Meere damit begründen, dass wir die direkten Auswirkungen unseres Konsums an Mensch, Tier und Umwelt nicht mehr sehen können. Wir sind viel zu weit von der Produktion unserer Konsumgüter entfernt um nachvollziehen zu können, wie groß Zerstörung und Leiden sind, die mit der Produktion und Verteilung unserer Güter einher gehen. Was uns so weit von unseren Gütern entfernt hat, ist Geld!

Würden wir unser eigenes Essen anbauen, würden wir nicht ein Drittel davon wegwerfen, so wie es heute der Fall ist. Würden wir unsere eigenen Tische und Stühle bauen, würden wir sie nicht jedes Mal ausrangieren wenn wir unsere Inneneinrichtung ändern. Könnten wir das Kind sehen, das unter Aufsicht des Militärs in einem Ausbeuterbetrieb arbeitet, würden wir wahrscheinlich davon absehen die neue Hose zu kaufen. Könnten wir das Gesicht der Mutter im Irak sehen, die vor ihrem von einer Streubombe getötetem Kind weint, würden wir wahrscheinlich von dem am Wochenende geplanten Billigflug zurückschrecken, bei dem Tonnen von Öl verbraucht werden. Würden wir die riesigen Müllhalden sehen, hätten wir mehr Respekt für die Dinge, die wir haben und wirklich brauchen.

Geld hat Familie, Freunde und die sozialen Gemeinschaften als Sicherheitsquelle Nr. 1 abgelöst!

Die sozialen Hintergründe von Freeconomy:

* Menschen helfen und Anderen die Gelegenheit geben, dass sie selbst helfen können.

* Fähigkeiten weitergeben, die man sich im Laufe seines Lebens angeeignet hat und solche zu erlernen, für die man bislang kein Geld hatte – für den Fall dass man sie selbst einmal brauchen sollte

* Werkzeuge/Geräte an andere Menschen verleihen, damit für einen selbst auch alle möglichen Werkzeuge/Geräte verfügbar sind ohne dass man sie sich neu kaufen muss

* Freie oder selten genutzte Räume und Grundstücke entweder dazu nutzen, um wohltätige, ethisch gute und lokale Projekte zu unterstützen oder um es Ehrenamtlichen Mitarbeitern zu ermöglichen ihre gute Arbeit fortzusetzen.

* Menschen aus der Nachbarschaft und im Wohnort kennenlernen

* Wieder lernen, sich gegenseitig zu helfen und zu unterstützen

* Jemandem ein Abendessen zubereiten, der gestern noch ein Fremder war

* Der Gesellschaft wieder eine Seele geben

* Einfach jemandem helfen – nicht aus Profitgier – sondern weil’s Spaß macht!

Der Gründer Mark Boyle, der in der Nähe von Bath / Südwestengland wohnt, lebt die „geldlose Gesellschaft“ mit Perfektion und exzessiv indem er in einem Wohnwagen lebt, sein eigenes Gemüse anbaut, Bekleidung aus dem Müll trägt, solarbetriebenes Handy, Laptop und Dusche benutzt und sich bei Freeconomy engagiert.

Bereits seit einem Jahr verzichtet der Wirtschaftswissenschaftler komplett auf Geld und fühlt sich seitdem glücklicher und zufriedener als je zuvor, obwohl er auf Pub-Besuche verzichten muß und seine einzigen Hobbies aus Wandern und Lagerfeuer bestehen. Nun plant er, ein Buch über seinen Lebensstil zu schreiben und mit dem Erlös ein Grundstück in Großbritannien zu erwerben, um eine geldlose Gemeinde zu gründen.

Über die offizielle Webseite von Freeconomy können Kontakte geknüpft werden. Es gibt bis jetzt 14220 Mitglieder in 118 Ländern, die 278960 Fähigkeiten, 53889 Werkzeuge und 220 Räume/Grundstücke zur Verfügung stellen. Es kostet nichts, Freeconomy beizutreten. Es wird keine Werbung betrieben, keine Spenden werden angenommen und über die Webseite wird kein Geld verdient.