Kriegsverbrechen in Libyen: Wo bleibt die Welt
Liebe Freunde des Lichts,
heute erreichte mich eine E-Mail vom “Zentrum für Politische Schönheit”, in der auf die katastrophale Situation in Libyen hingewiesen wird. Es wird wieder einmal deutlich, dass die deutsche Politik ihre Energie lieber für den Erhalt bzw. Erlangung ihrer Macht aufbringt, anstatt für Menschenrechte eintritt. Ich finde es sehr wichtig, dass man um die derzeitige schlimme Lage in Libyen weiß und wir den Menschen, die für Frieden und Gerechtigkeit dort ihr Leben riskieren unsere Energie und Aufmerksamkeit zukommen lassen.
E-Mail vom 26.02.2011 von Philipp Ruch / Zentrum für Politische Schönheit
Im Norden Afrikas ist eine Revolution ausgebrochen. Die Menschen riskieren ihr Leben. Und die deutsche Politik? Sie schaut verblüfft zu. Im Weltsicherheitsrat kam es gestern zu einer bewegenden Szene von seltener politischer Schönheit: der libysche Botschafter flehte seine Kollegen an: “Bitte retten Sie Libyen!” Danach trat er von seinem Amt zurück. Wie wir jetzt erfahren, ist die Lage in Libyen sehr, sehr viel ernster, als bislang angenommen wurde. Niemand hat derzeit eine Vorstellung, was sich in der Hauptstadt Tripolis abspielt. Sie liegt im medialen Blackout. Afrikanische Söldnerheere verwüsten die Hauptstadt und erschiessen gezielt Demonstranten.
Der Mut der Libyer erscheint angesichts der grässlichen Verbrechen Gaddafis als schier unfassbare und unermessliche Tat menschlicher Größe. Die Tatenlosigkeit Europas hingegen erscheint als gigantisches Verbrechen. Sieht so die angemessene Reaktion auf den Aufbruch in der arabischen Welt aus? Wir bitten Sie, eine Zeitung oder einen Fernsehsender übers Wochenende zu kontaktieren. Oder rufen Sie am Montag früh im Auswärtigen Amt unter Tel. 030 18-17-0 an (lassen Sie sich verbinden mit einem der Büros der Staatsminister Hoyer, Pieper, Ammon, Born oder Biesel). Bekunden Sie Ihren Unmut über die Reaktions- und Tatenlosigkeit der deutschen Politik.
Wofür wir uns jetzt einsetzen müssen:
- Die Einrichtung einer NO-FLY-ZONE – ein absolutes Flugverbot – über Libyen.
- Feststellung von „Verbrechen gegen die Menschlichkeit“ im Weltsicherheitsrat.
- Ein Waffenembargo gegen Libyen.
- Schärfste Sanktionen gegen alle noch im Amt befindlichen Kabinettsmitglieder
- Die Entsendung von Militärbeobachtern.
- Ein Einreiseverbote für und das Einfrieren der Gelder des Gaddafi-Clans.
Was wir wissen:
1. Gaddafi erließ den Befehl, Hunderte Demonstranten wahllos hinzurichten. Der italienische Aussenminister spricht inzwischen von mindestens 1.000 ermordeten Zivilisten. Die Gaddafi-Getreuen schießen aus Kasernen, Panzern und Kampfjets. Aber nicht auf Häuser oder Kriegsziele, sondern in unbewaffnete Mengen. Das wissen wir, weil zwei libysche Kampfjets am vergangenen Dienstag auf Malta um 16.32 Uhr Ortszeit gelandet sind. Die beiden Piloten beantragten Asyl. Die Soldaten konnten es nicht mit ihrem Gewissen vereinbaren, auf Demonstranten zu schießen.
2. Schlimmeres dürfte im Gange sein: der zurückgetretene Justizminister Mustafa Abdel Galil verriet Al Jazeera, dass das libysche Militär über biologische und chemische Waffen verfügt. Morgen Freitag werden die größten Proteste aller Zeiten die Hauptstadt Tripolis erreichen. Galil deutete an, dass biologische und chemische Waffen gegen die Zivilisten eingesetzt werden und er forderte die Vereinten Nationen auf, den Wahnsinn zu stoppen.
3. Politische Parteien in Tunesien, Algerien und Marokko forderten am Mittwoch in einer gemeinsamen Stellungnahme von ihren Regierungen, die Menschen in Libyen militärisch zu schützen: „Es ist eine Industrie der Vernichtung, die hier angerollt ist“, heißt es in der Stellungnahme. Auch der Chefradiologe am Al Jala Hospital im befreiten Benghazi, Jabril Hewadi, fragte Vertreter einer westlichen NGO: “Sie müssen uns helfen. Wo ist die Welt? Wo sind die Vereinten Nationen?“
4. NICHT EINMAL EINE DROHUNG WURDE GEGEN GADDAFI AUSGESPROCHEN. Er lässt Hunderte Menschen hinrichten. Die Libyer riskieren ihr Leben. Und die deutsche Politik schaut verblüfft zu. Das ist beschämend. Was wir heute nicht begreifen: sollte Gaddafi sich gegen sein Volk durchsetzen – was denken Sie, wen der nächste Diktator nachahmt: Mubarak oder Gaddafi? Mubarak ist vor seinem Volk geflohen. Gaddafi will es niedermetzeln.
Mit freundlichen und schockierten Grüßen,
Philipp Ruch
Zentrum für Politische Schönheit







März 2nd, 2011 at 00:08
Ich finde denn Artikel gut, es wundert mich aber überhaupt nicht dass noch kein Kommentar verfasst wurde zu diesem Thema. Soll ich es gerade heraus aussprechen wieso?? Kein Spiritueller Mensch möchte sich die Finger verbrennen an diesem Thema, er weiss wohl nicht was er dazu sagen soll.
Auf der einen Seite haben wir einen Diktator der sein Volk metzelt. Frauen und Kinder leiden derzeit grauenhaft und leiden wie sich es ein Westlicher wohlgenährte in seinem Leben nie vorstellen kann. Nun jetzt kommt die Zwickmühle, dürfte die NATO oder wer auch immer eingreift das das Leiden und die Flucht gestoppt werden kann. Dann haben wir wieder ein Problem das viele sagen, nein kein Militär keine NATO.
Tja, und so schaut jeder zu und redet möglichst nicht davon und hofft dass es bald vorbei ist. Nach dem Motto: wir sitzen ja im „noch“ sicheren Westen!
März 2nd, 2011 at 08:14
Die Tatenlosigkeit der Europäer,
klar es liegt in dem Interesse der Führung / nicht der europäischen Menschen.
Wer wohl das ganze angezettelt hat.
Lybien ist eines von 4 Ländern die nicht der NWO unterliegen wie auch Irak und Nordkorea…
Von Wem werden wohl die Söldnerschaaren bezahlt. Mit Dollar natürlich dem Wertlosen Zionistengeld der US Privatbank.
Es kommt mir vor wieder Umsturz in der 50ern im Iran als die USA den neuen Machthaber eingesetzt hatten.
Auserdem ist es eine klasse Ablenkung von Agypten.
In unseren Medien iat alles Zensiert / schrecklich
Schaust du Tagesschau oder denkst DU schon.
Werde mal russische Nachrichten Lesen http://www.de.rian.ru/ und mir dann weiter ein Bildmachen.
Gruss PG
März 2nd, 2011 at 12:23
@Lasco
ein Link für Dich:
http://www.spiegel.de/netzwelt/web/0,1518,748536,00.html
März 2nd, 2011 at 17:10
@3 ziggy: Danke für den link hab es gelesen, tja was soll ich sagen die Quintessenz bleibt mein letzter Satz vom vorherigen Kommentar.
März 3rd, 2011 at 12:29
@ Lasco
Ja, dein Kommentar bringt es auf den Punkt. Man weiß nicht, was man dazu sagen soll, man weiß nicht wie man darüber denken soll, man weiß nicht, welche (friedliche) Lösung es hier geben könnte.
Habe gerade auch in meinem Blog etwas zum Thema Hinsehen und Helfen geschrieben, zwar ausgehend von einem Alltagsproblem, aber es lässt sich auf alles übertragen, denn es heißt ja, wie im kleinen so im großen…
Wer das lesen möchte, findet es hier:
http://wirklichkeitsvisionen.wordpress.com/2011/03/03/hinsehen-und-helfen/
Noch ein Wort zu eurer Seite hier: Ich finde die Themen und Kommentare äußerst lesenswert, decken sich meist genau mit meinen Empfindungen. Schön dass es so viele Menschen gibt, die sich Gedanken um die Welt machen und etwas bewegen wollen. Und ich denke, zusammen werden wir auch etwas bewegen. Und ich wünsche mir, das Gute, Neue lässt sich ohne zuviel Chaos und Leid auf der Welt manifestieren.
Grüße an alle, die hier lesen und schreiben